Haarausfall Stoppen.

Die Ursachen fĂŒr Haarausfall dauerhaft bekĂ€mpfen.

Dass ein frĂŒhzeitiger Haarverlust durchaus Einfluss auf die Psyche haben kann, ist wissenschaftlich belegt. Viele junge Menschen leiden stark darunter, wenn sich ihr bis dato fĂŒlliges Kopfhaar plötzlich sichtbar lichtet. Beginnt der Haarausfall nĂ€mlich schon ab dem zwanzigsten Lebensjahr, dann fĂŒhlen sich Betroffene nicht mehr so sexy und anziehend auf das weibliche Geschlecht. Sie sehen buchstĂ€blich mit dem Haarverlust auch einen AttraktivitĂ€tsverlust. Mit 25 schon Glatze? Um Gottes willen! – So denken viele. Sie trauen sich nicht mehr in Gesellschaft, sind verunsichert und tief betrĂŒbt ĂŒber ihr Aussehen. Drei Sichtweisen lassen sich dabei beobachten:

  • Das Fremdbild: Wie wirke ich auf andere?

  • Das Selbstbild: psychische Probleme und daraus resultierend psychologische Konsequenzen

  • Die sozialen Konsequenzen, beispielsweise in Partnerschaft und Beruf.

Es gibt so genannte „hair-language-Studien“, in denen Probanden Eigenschaften von Personen mit vollem Haar oder unter Haarausfall in den unterschiedlichsten Verlaufsformen bewerten mussten, und zwar nach folgendem Katalog:

  • Optimismus, Jugendlichkeit und FlexibilitĂ€t

  • Lebenszufriedenheit, soziale Aufgeschlossenheit, SpontanitĂ€t und Durchsetzungsvermögen

  • Gesundheitsbewusstsein, Sportlichkeit und Intelligenz

  • eingeschĂ€tztes SelbstwertgefĂŒhl und physische AttraktivitĂ€t

  • Leistungsmotivation und berufliche Orientierung

  • Ordnungswille

  • Modebewusstsein und soziale AttraktivitĂ€t

Danach werden MĂ€nner mit wenigen und keinen Haaren beispielsweise als Ă€lter und intelligenter, aber eben auch als weniger dominant, weniger maskulin und weniger dynamisch eingeschĂ€tzt als solche mit vollem Haar. Die Betroffenen selbst empfinden in ihrer Eigenwahrnehmung einen Verlust an SelbstwertgefĂŒhl bei Haarausfall, ziehen sich in die Introversion zurĂŒck (introvertierte Charaktere beobachten in sozialen Gruppen eher, als dass sie selbst handeln. Typische Eigenschaften sind hier still, sorgfĂ€ltig, scheu, reflektierend und zurĂŒckgezogen). Sie verfallen auch eher in eine Depression oder in den Neurotizismus: Gespannt, Ă€ngstlich, empfindlich, launisch, nervös, furchtsam und reizbar. So sind Menschen mit einem hohen Neurotizismuswert

  • emotional labil,

  • neigen zu NervositĂ€t, die sich sogar in nervösen Störungen wie Neurosen manifestieren kann,

  • klagen oft ĂŒber körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, SchwindelanfĂ€lle oder Magenschmerzen,

  • klagen oft ĂŒber Ängste und Ärger,

  • reagieren schnell auf Stress; Stressreaktionen klingen langsamer ab,

  • fĂŒhlen sich schnell unsicher und verlegen und

  • neigen situationsbedingt schneller zu Traurigkeit.

Gleichzeitig befallen Menschen mit Haarausfall auch GefĂŒhle der UnattraktivitĂ€t in ihrem Selbstbildnis. Auswirkungen hat diese negative SelbsteinschĂ€tzung auf die Partnerwahl, die berufliche Entwicklung und im sozialen Umfeld. Den erstaunlichen Einfluss von Haarausfall auf Personalentscheidungen beweist eine EMNID-Studie. Das Meinungsforschungs-Institut hatte festgestellt, dass Bewerber mit vollem Haar auf ihrem Foto in der Bewerbungsmappe deutlich hĂ€ufiger zum VorstellungsgesprĂ€ch eingeladen werden als solche mit schĂŒtterem Haar auf dem Foto – bei sonst gleichen Voraussetzungen!

 

So ist unser Haar aufgebau

Was wir so einfach auf unserer Kopfhaut sehen, ist ein Wunderwerk der Natur: Im Durchmesser 0,1 Millimeter stark, wĂ€chst es 0,3 Millimeter pro Tag und einen Zentimeter im Monat. Unsere Haardichte betrĂ€gt rund 200 Haarfollikel (Wurzeln) pro Quadratzentimeter. Die Lebensdauer jedes einzelnen Haars betrĂ€gt zwischen zwei und fĂŒnf Jahren. Ein einzelnes Haar kann bis zu 100 Gramm tragen. Was wir als Haar sehen, ist nur ein Teil der gesamten Haaranlage. Die Haarwurzel (Follikel) geht tief in die Haut hinein.

Das Haarorgan besteht aus der Haarwurzel und dem Haarfollikel. Im unteren Bereich unserer Lederhaut sitzt die Haarpapille. Sie bildet insgesamt das Haar und ist sozusagen das Samenkorn oder das Fundament des Haares. Der Haarschafft bildet sich dadurch, dass sich keratinreiche Hornzellen im Follikel nach oben zur HautoberflĂ€che schieben. Der Haarbalg, oder das Haarfollikel, ist eine lĂ€ngliche EinstĂŒlpung in der Oberhaut. In ihr verlĂ€uft der Haarschafft, und in den Follikel mĂŒndet die TalgdrĂŒse.

Rund hunderttausend Haarfollikel haben Menschen mit schwarzem oder braunem Haar auf ihrem Kopf; Blonde haben mehr – etwa 150.000, Rothaarige etwas weniger – etwa 75.000. Der Farbstoff Melanin ist fĂŒr die Haarfarbe verantwortlich, und dieser bildet sich in den Zellen der Haarzwiebel (Melanozyten) und gibt ihn an die Haarwurzeln weiter. Die unterschiedlichen Haarfarben werden vererbt. Sie entstehen durch die Verteilung, Menge und Art des Melanins, die bei jedem Menschen verschieden ist. Und warum ergrauen oft unsere Haare im Alter – und auch schon frĂŒher? Die Produktion von Melanin lĂ€sst im Alter nach. Dadurch gelangt weniger zum FĂ€rben der Haare an die Haarwurzeln.

Der Zyklus unserer Haare

Von unseren rund 100.000 bis 150.000 Haaren auf dem Kopf fallen tĂ€glich zwischen 40 und 100 aus. Das ist normal, weil es dem natĂŒrlichen Wachstumszyklus unserer Haare entspricht. Erst wenn mehr als 100 Haare tĂ€glich ausfallen und ein erheblicher Unterschied zwischen nachwachsenden und endgĂŒltig abgestoßenen Haaren besteht, sprechen wir von einem krankhaften Haarverlust (Alopezie), dem schnell Einhalt geboten werden muss, bevor es zu spĂ€t ist. Denn zu spĂ€t ist es dann, wenn die „geputzte Platte“ einmal da ist. Dauerhaft weg ist weg, ein fĂŒr alle mal. WĂ€hrend sich ganz normaler Haarausfall wieder ergĂ€nzt, bleibt erblich bedingter fĂŒr immer ein Verlust. Da wĂ€chst nichts mehr nach.

Den Haarwuchs kann man sich in etwa wie eine RasenflĂ€che vorstellen. Wir schneiden den Rasen, und er wĂ€chst wieder nach. An manchen Stellen verdorrt er, und auch dort wĂ€chst er wieder nach, wenn die Stellen befeuchtet werden. Wenn ich aber eine RasenflĂ€che an bestimmten Stellen dauernd beanspruche, etwa im Torraum eines Fußballplatzes, wĂ€chst nichts mehr nach. Ich muss solche Stellen mit Fertigrasen oder neuem Rasensamen ausbessern und ihm die Chance zum krĂ€ftigen Anwuchs geben.

In der Regel handelt es sich um einen erblich bedingten Haarausfall, der mit Geheimratsecken beginnt und oft mit einer Glatze endet. Schon bereits ab dem 16. Lebensjahr kann der Haarausfall bei stark veranlagten MĂ€nnern beginnen. Zwischen dem 30. und 40 Lebensjahr verlieren die meisten MĂ€nner ihre Haare.

Jedes Kopfhaar wĂ€chst monatlich um etwa einen Zentimeter nach, und es lebt im Schnitt etwa sechs Jahre lang. GrundsĂ€tzlich kommt Haarausfall bei beiden Geschlechtern vor, allerdings sind die MĂ€nner davon weitaus hĂ€ufiger betroffen. Bei der Mehrheit der MĂ€nner beginnt der Haarausfall zwischen 30 und 50 Jahren, jedoch wird bei manchen das Haar schon zwischen 20 und 25 Jahren lichter. Oft vollzieht sich der Verlauf des Haarausfalls nach einem bestimmten Muster. Bei den meisten beginnt es mit den so genannten Geheimratsecken und schreitet dann zu einer Haarlichtung im Bereich des oberen Hinterkopfs fort. Schließlich fĂŒhrt das Zusammenlaufen der Stirn- und Hinterkopf-Lichtung zur Glatze. Lediglich ein seitlicher oder hinterer Haarkranz bleibt bestehen.

Wie Wissenschaftler herausfanden, ist eine frĂŒhe Glatzenbildung ein ĂŒber die Mutter vererbter Gendefekt. Demnach erbt ein Mann die Glatze nicht vom Vater, sondern vom Großvater mĂŒtterlicherseits. Doch warum sind eigentlich MĂ€nner hĂ€ufiger von Haarausfall betroffen als Frauen? GrĂŒnde dafĂŒr gibt es viele. Jedoch hĂ€ngt eine Alopezie maßgeblich von dem Alter, den mĂ€nnlichen Sexualhormonen und der individuellen Veranlagung ab. So sind bei einigen MĂ€nnern die Haarfollikel auf die DHT-Anreicherung (Dihydrotesteron) besonders empfindlich. Auch reagieren die Herren der Schöpfung auf Stress hĂ€ufig mit muskulĂ€rer Anspannung im SchĂ€delbereich, weshalb der Haarausfall besonders deutlich und heftig in Erscheinung tritt (Frauen verfĂŒgen dagegen ĂŒber ein anders Stressmanagement).

Deshalb leiden besonders MĂ€nner mit zunehmendem Alter unter Haarausfall. Die Ursachen dafĂŒr sind breit gefĂ€chert. Oft steht der Haarverlust mit dem mĂ€nnlichen Sexualhormon Testosteron in Zusammenhang. Aber auch rein emotionale GrĂŒnde, Infektionen und auch eine falsche ErnĂ€hrung können eine Rolle spielen. Den normalen Alterungsprozess kann man zwar durch eine gesunde, vitaminreiche ErnĂ€hrung und mit viel Bewegung verlangsamen, aber die grundsĂ€tzliche VerĂ€nderung im Körper eines Ă€lter werdenden Menschen kann man (noch) nicht aufhalten. Das Gen, das den Alterungsprozess in uns steuert, haben Wissenschaftler noch nicht entschlĂŒsselt. Man muss leider auch zur Kenntnis nehmen, dass bestimmte körperliche VerĂ€nderungen im Laufe der Zeit hormonell und genetisch bedingt sind. Dazu gehört leider auch besonders der Haarausfall. Man kann den Prozess nur verlangsamen.

Wie definiert man krankhaften Haarausfall?

Ein krankhafter Haarausfall ist so definiert: Über mehrere Wochen mĂŒssen tĂ€glich mehr als achtzig bis hundert Haare ausfallen. SpĂ€testens dann sollte man etwas unternehmen, weil diese Haare nicht mehr nachwachsen.

Bei Haarausfall gibt es zwei Formen:

  • Alopezie ist die rein sichtbare Lichtung der Kopfhaare, angefangen mit Geheimratsecken bis hin zu kreisrunden Stellen und gar zur Glatzenbildung. Diese Form des krankhaften Haarausfalls ist meist erblich bedingt – erstaunlicherweise ĂŒbertragen von der Mutter beziehungsweise genauer: durch Erbfaktoren des Vaters der Mutter weitergeleitet.

  • Effluvium ist ein ĂŒber der Norm liegender Haarausfall. Meist ist es ein zeitlich auftretendes Problem, das wieder vergeht – oft im Zusammenhang mit einer vorĂŒbergehenden Erkrankung. Aber Effluvium kann auch zur Alopezie fĂŒhren.

Wie grenzt man nun beide Formen voneinander ab?

Durchschnittlich fallen dem Menschen achtzig bis einhundert Haare tĂ€glich aus. Das ist normal und entspricht dem gewöhnlichen Haarzyklus, in dem alle sechs Jahre sich unsere Haare erneuern – aber nicht auf einem Schlag, sondern eben in Zyklen. Die fĂŒhren dazu, dass tĂ€glich Haare an den einen Stellen ausfallen und sich auch wieder neue an anderen Stellen bilden. Normal ist es aber nur so lange, wie sich der Haarausfall gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber die Kopfhaut verteilt und nicht an einer Stelle konzentriert. Sobald wir einen kreisrunden Haarausfall (Alopecia Areata) oder nur auf dem Oberkopf (androgenetischer, erblich bedingter Haarausfall) feststellen, dann ist das bedrohlich. Hier sollte sofort etwas unternommen werden, um das Resthaar zu schĂŒtzen und den Haarausfall zu stoppen, eventuell sogar neues Haarwachstum zu stimulieren. Deshalb mĂŒssen MĂ€nner ab einem gewissen Alter ihren Haarverlust schon genau beobachten. Denn die ÜbergĂ€nge vom normalen, die Haarpracht nicht mindernden, hin zum stark krankhaften Verlust sind fließend. MĂ€nner sollten deshalb eine gewisse SensibilitĂ€t fĂŒr das Erkennen von Haarverlust entwickeln, wie leicht die Haare ausfallen und an welchen Stellen.

Einmal krankhaft ausgefallenes Haar ist fĂŒr immer verloren. Deshalb sollten die noch verbliebenen Haare durch Einnahme von Medikamenten und NahrungsergĂ€nzungsmitteln – natĂŒrlich ohne Nebenwirkungen – versucht werden zu erhalten. Es gibt inzwischen gut wirksame chemische Mittel und auch einige rein natĂŒrliche PrĂ€parate ohne Nebenwirkungen (dazu spĂ€ter mehr). Gesunde ErnĂ€hrung und ein schonender Umgang mit dem Haar sollten dann selbstverstĂ€ndlich sein.

So stellt man Haarausfall medizinisch fest

Die drei hÀufigsten Methoden, um krankhaften Haarausfall festzustellen, sind:

  • Kopfhautbiopsie: Dabei entnimmt man ein winziges Teilchen der Kopfhaut und untersucht es im Labor genau.

  • Das Trichogramm: Dabei untersucht man mikroskopisch die Wurzeln ausgezupfter Haare. Vor allem ermöglicht dieses Verfahren Aussagen darĂŒber, wie weit der Haarverlust schon fortgeschritten ist. Das Trichogramm sagt etwas aus ĂŒber den Zyklus, nĂ€mlich das VerhĂ€ltnis der wachsenden Haare (Anagenhaare), den Haaren in der Ruhephase (Telogenhaare) und den Haaren in der Übergangsphase (Katagenhaare). Man benötigt dafĂŒr bis zu zehn Haare. Der Arzt legt dazu zwei Epilationsstellen auf dem Kopf fest, meist am Vorder- und Hinterkopf möglichst in der NĂ€he von Haarausfall-Stellen. Wachstumsphasen erkennt man an Form und Farbe der ausgezupften Haarwurzel

  • Der Trichoscan: Dies ist eine Modifikation des Trichogramms.
    Er stellt die Haardichte sowie das VerhĂ€ltnis zwischen wachsenden und nicht wachsenden Haaren durch Fotografie fest. So werden Daten ĂŒber die Haardichte und die AktivitĂ€t der Haarfollikel erworben. Die fotografische Methode wird direkt am Patienten vorgenommen und liefert im Gegensatz zum Trichogramm gleich alle wesentlichen Informationen in einem Schritt. Technisch lĂ€uft das Verfahren so ab: Man rasiert eine kleine Stelle auf der Kopfhaut und wartet danach drei Tage. Dann fĂ€rbt man die rasierte Stelle ein. So kann man die nachgewachsenen wie auch die nicht gewachsenen Haare verdeutlichen. Ein um das etwa zwanzigfach vergrĂ¶ĂŸerte Bild wird dann aufgenommen. Anagenhaare wachsen etwa 0,3 Millimeter pro Tag, Telogenhaare ĂŒberhaupt nicht mehr. So kann man die Haaranzahl pro Quadratzentimeter bestimmen sowie das VerhĂ€ltnis der Anagen- zu den Telogenhaaren berechnen.

Es gibt auch inzwischen Anbieter von Mittel gegen Haarausfall, die einen kostenlosen Haarwaschtest zur Feststellung welcher Form von Haarausfall auch immer anbieten. Das funktioniert so:

Sie waschen Ihre Haare ganz normal, bevor Sie den Test machen wollen. Nach 24 Stunden können Sie den Test dann starten. Die Firma liefert Ihnen dazu ein Abflusssieb, das sie als Abflussverschluss ins Waschbecken anbringen. Nun waschen Sie Ihre Haare ganz normal wie immer ĂŒber dem Waschbecken. Die Firma hat Ihnen eine TĂŒte mitgeliefert, in die sie nun die im Sieb aufgefangenen Haare geben. Die Firma zĂ€hlt die verlorenen Haare und teilt das Ergebnis mit, wie viele Haare Ihnen tĂ€glich ausfallen. Sie sollten das mehrfach im Jahr wiederholen. Nur so erkennen Sie, ob Ihr Haarverlust zunimmt oder stagniert. Bei mehr als 50 verlorenen Haaren kann schon ein verstĂ€rkter Verlust vorliegen. Das sollten Sie dann mit Ihrem Hautarzt besprechen.

Phasen des Haarverlustes

Eine grobe Betrachtung der Kopfhaut reicht meist schon aus, um zu beurteilen, wie weit der Haarausfall bereits fortgeschritten ist – unabhĂ€ngig von einer genaueren Diagnose. FĂŒr ein objektives Maß, nimmt man beim Mann einige Einteilungen nach der so genannten Hamilton-Norwood-Skala vor (bei Frauen ist es das Ludwig-Schema). Hamilton entwickelte 1951 ein Schema, das von Norwood 1975 modifiziert wurde – fĂŒr die verschiedenen Stufen des erblich bedingten Haarausfalls, mit denen sie 80 Prozent erfassen konnten. Sie schufen somit eine standardisierte Dokumentation des Haarausfalls. Insgesamt kamen sie dabei auf genau sieben Stufen der Glatzenbildung beim Mann:

  1. Noch kein oder aber ein nur sehr geringes RĂŒckweichen des Haaransatzes.

  2. Der Haarausfall beginnt frontal und setzt sich schon in Richtung Hinterkopf fort. Geheimratsecken bilden sich nicht ĂŒber eine zwei Zentimeter vor den Ă€ußeren GehörgĂ€ngen gedachten Verbindungslinie hinaus.

  1. Die Geheimratsecken reichen schon in Richtung Hinterkopf ĂŒber die vor den GehörgĂ€ngen gedachte Verbindungslinie hinaus. Mindestniveau fĂŒr Kahlheit.

  1. Stirn- und Scheitelregionen sind ineinander ĂŒbergegangen. Die haarlosen Gebiete breiten sich zu den Seiten aus.

  1. Die Zonen des ausgeprÀgten Haarausfalls frontal und auf dem Scheitel werden nur noch durch eine schmale Zone der Behaarung voneinander getrennt. Das Haar an SchlÀfe und Hinterkopf nimmt Hufeisenform an (auch bei Typ 6 und Typ 7).

  1. Die Gebiete des Haarausfalls in Stirn- und Scheitelregion sind ineinander ĂŒbergegangen. Die haarlosen Areale breiten sich zu den Seiten hin aus.

  1. Von dem ursprĂŒnglichen Haarwuchs bleibt nur ein ganz schmales Band, das sich von Ohren um den Hinterkopf herum zieht.

Ludwig entwickelte 1977 ein alternatives Bestimmungssystem, welches eher einen diffusen Haarausfall beschreibt. Dieser breitet sich vom Scheitel her ĂŒber den Kopf aus. Überwiegend ist diese Betrachtungsweise fĂŒr den Haarausfall bei der Frau geeignet. Aber immerhin noch ein FĂŒnftel der MĂ€nner zeigen auch diese Art des Haarausfalls. FĂŒr sie mag diese Methode ebenso anwendbar sein.

Arten und Ursachen von Haarausfall

Die hÀufigsten Arten des Haarausfalls sind diese drei Varianten:

  1. Hormonell-erblicher Haarausfall: androgenetische Alopezie

  2. Der kreisrunde Haarausfall: Alopezia areata

  3. Diffuser Haarausfall: diffuse Alopezie

  4. Androgenetischer Haarausfall

Er wird hĂ€ufig als erblich bedingter Haarausfall bezeichnet. Dabei ist die Ursache das Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Nach vorherrschender Meinung ist der so hervorgerufene Haarausfall genetisch bedingt. Man hat das so festgestellt beziehungsweise definiert: Wenn in der Kopfhaut viel DHT vorhanden ist sowie eine vererbte Überempfindlichkeit dagegen besteht, verkĂŒrzt das die Wachstumsphase des Haares. Ein Glatzkopf hat demnach nicht weniger Haarfollikel als einer mit voller Haarpracht. Aber bei ihm ist die Wachstumsphase so weit verkĂŒrzt, dass Haarwachstum nach außen hin kaum noch sichtbar ist. Die Folge davon ist, dass die Haarfollikel nach und nach verkĂŒmmern. Dies ist auf die Überempfindlichkeit auf das DHT zurĂŒckzufĂŒhren. Die Wachstumsphase (Anagenphase) hĂ€lt normalerweise zwei bis fĂŒnf Jahre an. Liegt nun erblich bedingter Haarausfall vor, dann können sich die Haare nicht mehr voll entwickeln. Sie fallen dann schon als kaum sichtbarer Pflaum gleich wieder aus. Wir beobachten hĂ€ufig bei glatzköpfigen Menschen sehr wohl ein ĂŒppiges Nackenhaar. Das ist nĂ€mlich interessanterweise unempfindlich gegen DHT, weshalb man es gern auf die Kopfhaut transplantiert, weil es auf dem Oberkopf auch nicht ausfĂ€llt. Ein erblich bedingter Haarausfall beginnt meistens mit tiefen Geheimratsecken oder der Bildung einer so genannten Tonsur. Eine Tonsur bekamen Mönche frĂŒher beim Eintritt ins Kloster als kreisrunde Stelle mitten auf ihrem Kopf geschnitten. Im fortgeschrittenen Stadium bildet sich aus der Tonsur eine Glatze. Erstaunlicherweise hat aber ein Mensch mit Glatze genauso viele Haarwurzel wie derjenige mit voller Haarpracht. Man erkennt die Haare jedoch nicht mehr, weil sie verkĂŒmmert sind. Daraus ergibt sich der hoffnungsvolle Ansatz, dass man diese Haarwurzeln wieder reaktivieren kann. Es handelt sich aber, wenn ĂŒberhaupt, um einen langwierigen Vorgang, der viel Geduld erfordert. Das ist nicht ein Prozess von vier Wochen, wenn man bedenkt, dass alleine die Ruhephase (Telogenphase) der Haare bis zu vier Monate in Anspruch nimmt. Insofern kann man den Erfolg von Mitteln gegen den Haarausfall beziehungsweise fĂŒr den Haarwuchs frĂŒhestens nach vier bis sechs Monaten beurteilen. Interessant ist hier noch die Frage, wie ĂŒberhaupt DHT entsteht? – NĂ€mlich aus der Umwandlung des mĂ€nnlichen Sexualhormons Testosteron. DHT hat eine große Bedeutung fĂŒr die Entwicklung des mĂ€nnlichen Embryos und in der PubertĂ€t fĂŒr die Entwicklung vom Jungen zum Mann. Exakte Funktionen und welche Bedeutung DHT nach der PubertĂ€t hat, kennt man noch nicht genau. Man weiß nur, dass DHT die Haarfollikel auf dem Oberkopf angreift, und dies fĂŒhrt zum Ausfall der Haare. Allerdings ist die Forschung dem PhĂ€nomen erblich bedingter Haarausfall dicht auf der Spur und dabei, die Ursachen zu entschlĂŒsseln. Wissenschaftler stehen kurz vor der Entdeckung des Glatzen-Gens. Studien an den UniversitĂ€ten Bonn und DĂŒsseldorf haben 34 verdĂ€chtige Gene auf das Chromosom 3 geprĂŒft und nur zwei Gene herausgefunden, die unter Verdacht stehen, den Haarausfall zu fördern. Ein Gen davon wird mit dem Alterungsprozess in Verbindung gebracht, und das andere Gen gilt als Risikofaktor fĂŒr Übergewicht. Und eben darunter leiden MĂ€nner mit Haarausfall ĂŒberdurchschnittlich oft. Grundlage der Studie war, dass man die Erbgutanlagen von 95 Familien, bei denen mindestens zwei Söhne vor ihrem 40. Lebensjahr eine Glatze bekommen haben, gescannt hat. Die Forscher konnten schließlich 14 Erbgutregionen einkreisen, in denen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Anlagen fĂŒr Haarverlust und Haarwachstum befinden sollen. Ferner gelang es ihnen, eine Verbindung zwischen Haarverlust und Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck, koronaren Herzerkrankungen und Prostata-Problemen festzustellen. Insofern versprechen diese Ergebnisse gute AnsĂ€tze, dem erblich bedingten Haarausfall auf die Spur zu kommen und dagegen wirksame Mittel zu finden.

  1. Kreisrunder Haarausfall

Unter dem Fachbegriff Alopecia areata ist ein kreisrunder Haarausfall beschrieben, der einen lokal begrenzten krankhaften Haarausfall darstellt. Es ist im Übrigen die hĂ€ufigste Haarausfallerkrankung. Rund anderthalb Millionen – ĂŒberwiegend MĂ€nner – in Deutschland leiden darunter. Dieser Haarverlust kann in jedem Alter auftreten, macht sich aber vor allem zwischen dem dreißigsten und vierzigsten Lebensjahr breit. Es ist fĂŒr diese Form typisch, dass am behaarten Kopf eine oder mehrere kreisrunde kahle Stellen vorkommen. Daher rĂŒhrt auch der Name her. Im Randbereich dieser Erkrankung findet man hĂ€ufig kurze abgebrochene Haare. Sie laufen an ihren Enden dĂŒnn zu. Die kreisrunden kahlen Stellen sind glatt. Jedoch bleiben die Haarfollikel erhalten. Als zusĂ€tzliches Merkmal dieser ungewöhnlichen Erkrankung kann man gleichzeitig VerĂ€nderungen an den FingernĂ€geln feststellen: Sie bilden Rillen und GrĂŒbchen. Die Ursachen fĂŒr den kreisrunden Haarausfall hat man immer noch nicht genau entschlĂŒsseln können. Die Vermutung liegt nahe, Immunzellen, welche sich eigentlich um die Abwehr von Viren und Bakterien kĂŒmmern sollen, gehen gegen die Zellen in den Haarwurzeln des eigenen Körpers vor. Man spricht deshalb beim krankhaften kreisrunden Haarausfall von einer Störung im Abwehrsystem unseres Körpers. Das Immunsystem erkennt Haare als fremd an und stĂ¶ĂŸt sie folglich ab. Es entsteht deshalb zunĂ€chst eine EntzĂŒndungsreaktion. Sie stört das Haarwachstum und fĂŒhrt schließlich zum Ausfallen der Haare. Es gibt einige Menschen, bei denen diese kahlen Stellen wieder nachwachsen – auch ohne Behandlung. Bei ihnen war der Haarausfall nur zeitlich begrenzt. Aber es besteht auch die Möglichkeit, dass der Haarverlust weiter gehen kann. Und es kann sogar zum Verlust aller Kopfhaare fĂŒhren, zur Alopecia totalis.

Spekuliert wird ĂŒber eine psychische Ursache, die sich aber bisher nicht nachweisen lĂ€sst. Kreisrunder Haarausfall durch Stress? – Eher spekulativ! Man vermutet jedoch auch hier eine gewisse Vererbbarkeit, denn eine familiĂ€re HĂ€ufung in zehn bis fĂŒnfundzwanzig Prozent der FĂ€lle konnte nachgewiesen werden. Weil der kreisrunde Haarausfall eine so genannte Autoimmunerkrankung ist – die körpereigene Abwehr ist aus dem Ruder und wendet sich gegen die eigenen Haare – behandelt man sie mit einer so genannten topischen Immuntherapie.

Das lĂ€uft so: Mit der Chemikalie Diphenylcyclopropenon (DCP) versucht man im Körper eine allergische Reaktion auszulösen. Man lenkt damit das Immunsystem ab und stoppt so den Haarausfall. Jeder Mensch reagiert auf DCP allergisch. DCP ist aber nicht als Medikament zugelassen. So kann man es nur in Kliniken erhalten. Man muss wissen, dass es zu verschiedenen Reaktionen kommen kann: Anschwellen der Lymphknoten, PigmentverĂ€nderungen zum Beispiel. Die Behandlung ist zwar nicht riskant, sie kostet jedoch viel Zeit und Geduld. Man muss die Therapie wöchentlich wiederholen, und man muss wissen: Die Kopfhaut juckt und rötet sich, und ein Erfolg ist nicht garantiert. Alternativ kann man die so genannte PUVA-Therapie wĂ€hlen: Ultraviolette Strahlen zusammen mit einem Medikament, das die Haut lichtempfindlicher macht. Vorsicht: Vermutlich fĂŒhrt einen lĂ€ngere Anwendung zu einem erhöhten Hautkrebsrisiko. Man wendet deshalb diese Methode nur noch selten an.

  1. Diffuser Haarausfall

Von der diffusen Alopezie spricht man, wenn die Haardichte ĂŒber den gesamten Kopf ausgedehnt abnimmt. Man kann das einfach dadurch prĂŒfen, dass beim Durchstreichen mit der Hand viele Haare zwischen den Fingern hĂ€ngen bleiben. Krankhaft ist es dann, wenn ĂŒber mehrere Wochen tĂ€glich ĂŒber hundert Haare hĂ€ngen bleiben. Dies ist ein hĂ€ufig festgestelltes PhĂ€nomen, dass man mehr bei Frauen als bei MĂ€nnern findet. Diffuser Haarausfall kann bei akuten Infekten und Stress auftreten. Man weiß auch, dass einige Medikamente ebenfalls zu diffusem Haarausfall fĂŒhren können (Chemotherapie bei Krebs zum Beispiel kann auch zum kompletten Haarausfall fĂŒhren, welcher aber auch wieder nachwachsen kann). Ferner kann ein solcher krankhafter Haarausfall auch durch eine Störung im Stoffwechsel verursacht werden: Eiweißmangel oder Mangel an AminosĂ€uren, Vitaminmangel, Über- und Unterfunktion der SchilddrĂŒse, Blutzuckerkrankheit und andere. Viele Faktoren sind fĂŒr diffusen Haarausfall verantwortlich, weshalb es keine einheitliche Diagnosemethoden gibt. Eine effektive Behandlung des kreisrunden Haarausfalls besteht darin, die Störung zu finden, die ihn verursacht, und sie nachhaltig zu beheben, etwa mit einer entsprechenden ErnĂ€hrungsumstellung, Vitaminzufuhr und so weiter. So kann es in wenigen Monaten zum Stoppen des Haarausfalls kommen.

Ein Haarausfall im Alter hĂ€ngt mit der nachlassenden Produktion von Sexualhormonen sowie der geringeren Produktion von Wachstumshormonen in unserem Körper zusammen. Schon nach dem zwanzigsten Lebensjahr sinkt das Wachstumshormon Somatotropin. Danach reduziert sich in AbstĂ€nden von zehn Jahren die Produktion von Wachstumshormonen um weitere vierzehn Prozent. Im Alter stellt man das daran fest, dass der Bart plötzlich nicht mehr so stark nachwĂ€chst oder man seltener zum Friseur gehen muss. Jede Körperzelle erneuert sich in etwa alle sieben Jahre. Das kann zu drastischen körperlichen VerĂ€nderungen fĂŒhren und sogar im Laufe der Zeit die Physiognomie eines Menschen verĂ€ndern. Man misst schon mit 60 Jahren einen Verlust von rund 75 Prozent der ursprĂŒnglichen Menge an Wachstumshormonen. Dagegen kann man etwas tun: Viele Betroffene nehmen oral AminosĂ€uren ein, etwa Arginin oder Ornithin. So kann in geeigneter Kombination die AusschĂŒttung von Wachstumshormonen wieder gesteigert werden. So verbessert man nicht nur den Haarwuchs und die HaarqualitĂ€t deutlich, sondern auch die Hautstruktur.

Die GrĂŒnde fĂŒr Haarausfall sind so vielfĂ€ltig: Innere Organe können erkrankt sein, bestimmte Medikamente, die man einnimmt, reagieren schĂ€dlich auf den Haarwuchs, eine schlechte ErnĂ€hrung, schĂ€digende Haarpflege, Stress und Ängste.

Weitere Formen des Haarausfalls

Der VollstĂ€ndigkeit halber seien hier noch weitere Formen – neben den am hĂ€ufigsten vorkommenden – erwĂ€hnt:

  1. Alopecia actinica: strahlenbedingter Haarausfall

  1. Alopecia mechanis (Alopecia traumatica): Haarausfall durch Druck, Zug oder Reibung, Beispiel: Haarausreißen, Tragen von schweren Lasten auf dem Kopf oder langes Liegen des Kopfes etwa bei BettlĂ€gerigen oder Älteren, aber auch bei SĂ€uglingen – SĂ€uglingsglatze = Alopecia neonatorum

  1. Alopecia seborrhoica: Haarausfall mit Überproduktion von Talg (siehe auch Seborrhö)

  1. Alopecia muciosa: Haarausfall durch Muzinose (vermutlich genetisch bedingte Hauterkrankung)

  1. Alopecia parvimaculata: Haarausfall durch Infektion

  1. Alopecia senilis: Normaler Haarausfall im Alter infolge von nachlassender Hormonproduktion – auch des Wachstums

  1. Alopecia specifica (syphiliticia): Haarausfall im zweiten Syphilis-Stadium

  1. Alopecia triangularis congenitalis Sabouraud: angeborene Haarlosigkeit an den SchlÀfen: Ursache ist ein Mangel an Haarfollikeln in diesem Bereich

  1. Alopecia congenita: Angeborene Haarlosigkeit am ganzen Körper.

Radio- und Chemo-/Zytostatiktherapien

Wie wir bereits erfahren haben, ist hĂ€ufig eine Chemotherapie bei Krebserkrankungen Anlass eines fast kompletten Haarausfalls. Bestimmte Chemotherapeutika stören dabei die Produktion eines Haares in den Haarwurzeln. Das Haar wĂ€chst zwar normal weiter aus der Kopfhaut heraus. Sobald aber die fehlerhafte Stelle nach etwa zwei bis drei Wochen an die HautoberflĂ€che kommt, bricht das Haar ab. Ganze BĂŒschel von Haaren fallen aus (oder besser gesagt: brechen ab). Es kommt aber nie zu einer SchĂ€digung gleichzeitig aller Haarwurzeln, so dass die Haare fast immer wieder nachwachsen.

Man kann dem mit einer gezielten KĂ€ltebehandlung (Hypothermie) entgegen wirken. Sie unterbindet die Durchblutung im Haarwurzelbereich. Das Chemotherapeutikum richtet dann keinen Schaden mehr an. Man versucht so, dem Haarausfall bei Chemotherapie entgegen zu wirken. Allerdings ist diese Vorsorgemaßnahme nur bei bestimmten Zytostatika wirksam, und sie hĂ€ngt auch von der IntensitĂ€t und der Dauer der Chemo ab.

Bei einer anderen Form der Krebsbehandlung, der Bestrahlung (Radiotherapie), kann es ebenfalls zu einem lokalen Haarverlust kommen – aber nur im bestrahlten Bereich. Intensive Bestrahlung zerstört sogar die Haarwurzel, und dann ist der Haarausfall nicht mehr zu reparieren (wie beim erblich bedingten Haarverlust).

Weitere andere Ursachen sind: Hungerkuren, Störungen des Stoffwechsels wie Diabetes mellitus (Zucker), Morbus Crohn (EntzĂŒndung der Darmwand), Bulimie (Ess-/Brechsucht unter UmstĂ€nden in Verbindung mit AbfĂŒhrmittelmissbrauch), Anorexie (Magersucht), Hypothyreose (SchilddrĂŒsen-Unterfunktion), AnĂ€mie (Verminderung/Missbildung roter Blutkörperchen verbunden mit niedrigem HĂ€moglobinwert), Grippe, Erysipel (Wundrose), Infektionskrankheiten wie Typhus oder Scharlach, Depressionen, Syphilis im zweiten oder dritten Stadium, Pilzerkrankungen, Allergien, Unterfunktion der HirnhangdrĂŒse (Hypophyse), Fehlfunktion des Sympathikus-Nervs, psychische Traumata, Thallium (giftiges Metall, sorgt schon unter einem Gramm fĂŒr Haarausfall).

Schließlich können auch Nieren- und Leberfunktionsstörungen zu Haarausfall fĂŒhren, wenn haartoxische Substanzen nicht rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen und abgebaut werden. Auch können bestimmte Medikamente wie Beta-Blocker gegen Bluthochdruck, Statine (Cholesterinsenker) oder blutgerinnungshemmende Mittel hoch dosiert oder Retinoide gegen Hautkrankheiten zum Haarverlust fĂŒhren. Deshalb sollte man auch immer einen Blick in den Beipackzettel der einzunehmenden Medikamente werfen.

Pestizide (Pflanzenschutzmittel) und auch eine ionisierende Strahlung sind weitere GrĂŒnde fĂŒr vorzeitigen Haarverlust. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass es einen Zusammenhang zwischen Zigarettenkonsum und Haarausfall beim Mann gibt.

Einen Unterschied zum erblich bedingten Haarverlust gibt es jedoch: Die Haare fallen diffus ganzkörperlich aus und nicht wie im typischen mÀnnlichen Haarverlust mit tiefen Geheimratsecken, Glatze oder Haarkranz.

Auch Stress kann Grund fĂŒr Haarverlust sein. Deshalb sollten Sie auch in hektischen Situationen immer einen kĂŒhlen Kopf bewahren. Bei Menschen mit zu viel Stress und Belastung im Beruf zum Beispiel wird die Haarwurzel nicht mehr genĂŒgend mit NĂ€hrstoffen versorgt. Im Gegenteil: Stress setzt sogar Botenstoffe wie Cortisol frei, und das bremst den Haarwuchs aus. Schließlich fĂŒhrt das zu Haarausfall. Lassen Sie es deshalb nicht erst dazu kommen: „Stay cool“ heißt hier die Devise fĂŒr Haarausfall ade.

Hilfen gegen Haarausfall

Eins ist unumstĂ¶ĂŸlich klar: Erblich bedingt ausgefallene Haare wachsen nie mehr wieder nach. Bei allen anderen Arten des Haarausfalls jedoch gibt es gute Aussichten, sie wieder zum Nachwachsen zu reanimieren. Gerade deshalb ist es so ungemein wichtig, den erblich bedingten Haarverlust so schnell wie möglich zu erkennen, damit dann noch rechtzeitig dagegen eingeschritten werden kann. Denn nur so sichert man einerseits seine noch verbliebenen Haare und stĂ€rkt auch die dĂŒnnere Haarpracht.

Aber Vorsicht: Eine Vielzahl von Medikamenten propagiert, den Istzustand von Haaren sozusagen konservieren zu können. Verschwiegen wird aber, dass sie unangenehme Nebenwirkungen wie beispielsweise Potenzstörungen haben.

GrundsĂ€tzlich sollte man deshalb möglichst zu solchen Mitteln greifen, die Inhaltsstoffe aus der Natur und nicht aus dem chemischen Labor enthalten. Und noch eines: Bei fast allen Mitteln ist klar, dass der Haarausfall weitergeht, wenn man sie wieder absetzt – und das insbesondere bei erblich bedingtem Verlust. Solche Mittel, die man dann ein Leben lang einnehmen muss, dienen vor allem der Vorbeugung oder dem Stopp des Haarverlustes. Beim diffusen oder kreisrunden Haarverlust können Haare wieder nachwachsen. Aber generell ist eine Prognose schwer, ob und in welchem Ausmaß sie wieder sprießen. Selbst bei einer Glatze kann man die Haarwurzel wieder reaktivieren. Denn selbst ein Mann mit Glatze hat genauso viele Haarwurzeln wie einer mit vollem Haar. Man erkennt die Haare quasi nur nicht mehr, weil sie so verkĂŒmmert sind.

Ausgewogene ErnÀhrung

Die beste und auch vorbeugende Methode ist, sich ausgewogen zu ernĂ€hren. Vitamine ĂŒber Obst und GemĂŒse, Salate und auch durch NahrungsergĂ€nzungsprodukte sind hier der richtige Weg. Jeder Mensch sollte immer auch seine ErnĂ€hrung dem Alter anpassen. Mit wachsendem Lebensalter muss man generell mehr fĂŒr seine Gesundheit tun. Warten Sie also nicht erst darauf, bis die Geheimratsecken immer tiefer ihre Kerben in die Kopfhaut schlagen. Ihr Körper braucht in jedem Lebensabschnitt entsprechende Aufbaustoffe – und vor allem eine ausreichende FlĂŒssigkeitszufuhr. Gesunde ErnĂ€hrung sollte generell gelten, aber fĂŒr den Erhalt Ihrer Haarpracht im Besonderen.

Eisen, Zink, Kupfer, Biotin und FolsÀure

Folgende Spurenelemente und Vitamine sind am Haarwachstum beteiligt: Eisen, Zink, Kupfer, Biotin und FolsĂ€ure. DarĂŒber hinaus stellen Eisen, Zink und Kupfer die wesentlichen Elemente fĂŒr die Struktur unseres Haares dar. So bildet unter anderem Zink zum Beispiel das Haar-Protein Keratin mit. Keratin kommt aus dem Altgriechischen und heißt Horn. Keratine sind Hauptbestandteil von SĂ€ugetierhaaren, Finger- und ZehennĂ€gel, Krallen, Klauen Hornschuppen, Federn und eben Haaren. Ein chronischer Mangel zum Beispiel von Eisen, Zink und Kupfer löst den Haarausfall aus. Zu wenig von ihm fĂŒhrt unter anderem zu brĂŒchigen NĂ€geln, Depressionen – und eben auch zu Haarausfall. Biotin ist in MultivitaminsĂ€ften, Rinderleber, Haferflocken, Sojabohnen, Eigelb, WalnĂŒssen und anderen Lebensmitteln enthalten. FolsĂ€ure ist wichtig fĂŒr unser Blutbild und damit auch fĂŒr das Entstehen und die Gesundheit unserer Haare. Da der Körper selbst keine FolsĂ€ure enthĂ€lt, muss sie durch Vollkornprodukte, Spinat, Tomaten, Brokkoli, Karotten, NĂŒsse, Eigelb, Fisch, Fleisch, Obst, Weizenkeime und dergleichen zugefĂŒhrt werden.

So können aber auch radikale DiĂ€ten, die unserem Körper zu wenige NĂ€hrstoffe geben, die Haarpracht beeintrĂ€chtigen. Die Industrie fĂŒr NahrungsergĂ€nzungsmittel macht sich natĂŒrlich solche ZusammenhĂ€nge zunutze. WerbesprĂŒche in diesem Zusammenhang wie „volleres Haar“, „Haarausfall ade“ oder „Pro Haarwuchs“ gehen an der Wirklichkeit vorbei. Denn solche PrĂ€parate sind fĂŒr die meisten Menschen ĂŒberflĂŒssig, wenn sie sich ausgewogen ernĂ€hren. Und in der Regel nehmen sowieso nur normal ernĂ€hrte Menschen mit Haarverlust aus einem falsch verstandenen Glauben heraus solche NahrungsergĂ€nzungspillen ein.

Zinkmangel stellt man gelegentlich bei alten Menschen und Diabetikern fest. Aber auch durch Erbkrankheit kann Zinkmangel entstehen. Ob ein Zinkmangel Ursache des Haarausfalls sein könnte, stellt der Arzt in einem einfachen Bluttest fest. Ist dem nun so, wird der Arzt bestimmte PrÀparate empfehlen, die den Zinkmangel wieder ausgleichen.

Doch traurige Gewissheit ist, dass keines dieser Spurenelemente hilft, den erblich bedingten Haarausfall zu beseitigen. Deshalb sind Zinkpillen, Eisendragees oder KupferpĂŒlverchen fĂŒr die meisten Menschen nur rausgeschmissenes Geld, denn: Entweder ernĂ€hren Sie sich sowieso ausgewogen, oder aber sie helfen von vornherein nicht – weil anlagenbedingter Haarverlust mit diesen einfach nicht zu behandeln ist. Essen Sie also beizeiten auch regelmĂ€ĂŸig Brokkoli, Spinat und NĂŒsse, Vollkorn und tĂ€glich ein StĂŒck Obst, dann brauchen Sie auch keine Extra-Pillen. Wie der Name ja schon sagt: NahrungsergĂ€nzungsmittel. Das ist also nur was fĂŒr absolute Faulenzer und EinseitigkeitsernĂ€hrer, also fĂŒr solche, die nur vor dem Fernseher hocken und Chips knabbern oder sich nur von Fast Food ernĂ€hren. Dazu kommt auch noch folgendes: Zu viel an Vitaminen kann auch verkehrt sein („Viel hilft viel“ ist absolut falsch!) und zum Beispiel Durchfall auslösen, dazu allergische Hautreaktionen oder gar Störungen des Nervensystems. So bestĂ€tigt gar der WĂŒrzburger Haarexperte Henning Hamm, dass zu viel Vitamin A Haarausfall auslösen kann.

Wir muten unserem Haar mitunter eine ganze Menge zu. Ob Gels, Wachs, WĂ€sserchen, Schaumfestiger oder Haarspray – ganz zu schweigen von den vielen SpĂŒlungen und Tönungsmitteln – haben die Haare viel auszuhalten. Bleichmittel oder Weichmacher und andere chemische Stoffe setzen dem Haar ebenso zu. Trotz Schönheitswahn und trendy Styling sollten wir dabei immer die Gesundheit unserer Haarpracht im Auge behalten und ihr nie zu viel zumuten. Im Zweifel fragen Sie vorher immer einen Hautarzt (Dermatologen), was Ihrem Haar guttut und was nicht.


Die grĂ¶ĂŸte Gefahr besteht im Selbstversuch. Wir lassen uns von der Werbung allzu leicht beeinflussen und greifen dann schnell im Kaufhausregal zu den verlockenden Angeboten: natĂŒrliches Haar mit FĂŒlle und BestĂ€ndigkeit, von Mailand nach New York mit in einer bestechenden Form und so weiter. Begreifen Sie diese Werbung zuallererst einmal als Umsatz-Anschub. Wir leben in einer Marktwirtschaft, wo Angebot die Nachfrage bestimmt. Mit schönen Bildern und Video-Trailern, verfĂŒhrerischen Aussagen und sympathischen Gesichtern wird Ihnen das Geld aus der Tasche gezogen.

Was wollen Sie eigentlich? Wollen Sie Ihrem Haar etwas Gutes, dauerhaft BestĂ€ndiges schenken, oder setzen Sie nur auf Style und kurzfristige Effekthascherei? Bei jeder HaarfĂ€rbung denken Sie bitte immer auch daran, was Sie Ihrem Haar damit antun. So mancher lĂ€uft jede Woche mit einer anderen Farbe herum. Das bekommt er spĂ€testens beim Älterwerden zu spĂŒren. Haare werden brĂŒchig und krank, schĂŒtter und ausgelaugt.

Sie sollten hingegen etwas unternehmen, wenn Sie zum Beispiel am Morgen aufwachen und auf Ihrem Kopfkissen ungewöhnlich viele ausgefallene Haare sichten. Machen Sie einmal folgendes: Nehmen Sie einen Streifen breites Klebeband oder die Fusselrolle fĂŒr Ihr Jackett und sammeln die Haare auf. ZĂ€hlen Sie mal ĂŒberschlagmĂ€ĂŸig. Und dann beobachten Sie weiter ĂŒber den Tag, wie viele Haare sonst noch so ausfallen: beim KĂ€mmen im Waschbecken zum Beispiel oder die Haare in Kamm und BĂŒrste. Sie wissen ja: Bei ĂŒber hundert Haare pro Tag klingeln bei Ihnen die Alarmglocken!

Kann Coffein den Haarausfall stoppen?

Ja – glaubt man zumindest dem Anbieter eines Shampoos, das Coffein enthĂ€lt. Man hat in wissenschaftlichen Untersuchungen herausgefunden, dass Coffein erblich bedingten Haarausfall stoppt. Das Shampoo stimuliert nĂ€mlich den Haarwuchs direkt an der Wurzel. Und eben Coffein fördert den Haarwuchs. Bei der tĂ€glichen HaarwĂ€sche gelangt der Wirkstoff bis an die Haarwurzeln. Und es dringt sogar noch weiter ein, obwohl das Shampoo schon ausgespĂŒlt ist. In Windeseile (zwei Minuten) gelangt Coffein am Haarschafft direkt in die Follikel. Coffein dringt sogar durch die Haut, wenn das Shampoo lĂ€nger auf dem Kopf bleibt. Vorsicht ist allerdings fĂŒr Leistungssportler geboten:

Das so in den Körper eingedrungene Coffein kann im Haarfollikel nachgewiesen werden. Das Produkt von Alpecin beispielsweise verzichtet bewusst auf Weichmacher wie Silikon im Shampoo. Dadurch verbessert sich auch die Haarstruktur insgesamt. Man spĂŒrt das in der Hand: Schon nach wenigen Anwendungen wird das Haar viel griffiger. Wer vorher feines und geschwĂ€chtes Haar hatte, wird merken, dass es sich nach ein paar Anwendungen mit dem Coffein-Shampoo sogar besser frisieren lĂ€sst, weil das Haar wieder stĂ€rker wird.

Den Nutzen von Coffein machen sich inzwischen viele so genannte Nachahmer in Haarpflege-Produkten mit Coffein zunutze. NatĂŒrlich sind solche Firmen clever und legen gleich ganze Pflegeserien auf: Zum Shampoo dann bitte auch noch das Tonikum mit Haaraktivator – was immer das sein mag. Dazu vielleicht noch eine SpĂŒlung? Das GeschĂ€ft boomt. Rund 250 Millionen Euro geben wir jĂ€hrlich in Deutschland fĂŒr Haarpflegemittel wie Shampoo und SpĂŒlung aus. Vorsichtig formuliert heißt es dann aber: Das Tonikum ist speziell auf die BedĂŒrfnisse von dĂŒnner und lichter werdendem Haar abgestimmt!“ Clever, nicht wahr?

Medikamente

Tonic Regaine Haarausfall: Wirkstoff Minoxidil

Es gibt ein Tonic, das direkt auf die Haare beziehungsweise die betroffenen sich lichtenden Stellen „topisch“ (örtlich Ă€ußerliche Anwendung) aufgetragen wird. Der flĂŒssige Wirkstoff ist Minoxidil, Handelsname Regaine, in den USA Rogaine. Wie wir oben schon aus einem Testergebnis gelesen haben, durchblutet dieser Wirkstoff im Laufe der Behandlung die Kopfhaut besser. Dies beugt einem ĂŒbermĂ€ĂŸigen Haarausfall vor und hilft so den Betroffenen. Aber Minoxidil lĂ€sst erblich bedingt ausgefallene Haare nicht wieder sprießen. Es stoppt vielleicht rechtzeitig den Totalverlust und eine Glatzenbildung. Das Mittel ist sogar seit einiger Zeit rezeptfrei erhĂ€ltlich.

Tablette Propecia: Wirkstoff Finasterid

Weil die Quelle des Haarverlustes hĂ€ufig mit dem Hormonstatus des Betroffenen zu tun hat, setzt der Wirkstoff Finasterid, Handelsname Propecia, genau hier an. Er beeinflusst den Hormonhaushalt. Oft ist ein zu hoher Spiegel von Dihydrotestosteron, das dem aktivierten mĂ€nnlichen Sexualhormon Testosteron entspricht, Ursache fĂŒr Haarverlust. Die Tablette versucht nun, die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron zu hemmen. Viel Geduld braucht der Patient jedoch, der sich auf diese Stoffklasse stĂŒtzt: FrĂŒhestens nach sechs Monaten können erste Erfolge sichtbar werden. Aber Vorsicht: Eine solche Tablette, die rund 50 Euro im Monat kostet, hat auch ihre Nebenwirkungen: Man umschreibt sie unter dem Oberbegriff Verweiblichung des Mannes mit Libido-Verlust, weniger Samenbildung, geringere Standfestigkeit, also kurz und gut: Das Sexualleben kann darunter leiden!

Tablette Avodart: Wirkstoff Dutasterid

Der Wirkstoff Dutasterid in der Tablette Avodart wirkt Ă€hnlich, ist aber nicht fĂŒr diese Anwendung zugelassen. Lediglich im so genannten „Off-Label-Use“ kann es eingesetzt werden, also vom Arzt unter seiner Verantwortung, wenn nichts anderes auf dem Markt ist. Oft hat man Medikamente fĂŒr bestimmte Indikationen, von denen aber auch darĂŒber hinaus gehende Wirksamkeiten in weiteren Indikationen bekannt sind. Beispiel Epileptika: Bestimmte PrĂ€parate wirken auch gegen eine Polyneuropathie in den Fußspitzen. Sie aktivieren abgestorbene Nerven wieder und verhelfen den Fußspitzen zu GefĂŒhl – insbesondere bei Diabetes-Erkrankungen. Bei solchen klaren Indikationen sind diese Medikamente dann auch zur Behandlung des diabetischen Fußes zugelassen und werden somit auch von den Krankenkassen erstattet. Sind die Indikationen nicht so klar, insbesondere ihre Wirkung und Erfolgsaussicht wie im Fall von Avodart, dann obliegt es der Entscheidung des Arztes, das Mittel einzusetzen, und der Patient muss es aus der eigenen Tasche bezahlen.

Fluid Alfatradiol: Wirkstoff Pantostin und Ell-Cranell alpha

Das Mittel Alfatradiol enthĂ€lt ein Stereoisomer des weiblichen Sexualhormons 17ß-Estradiol. Dieses Mittel ist in Deutschland gegen erblich bedingten (androgenetischen) Haarausfall zugelassen. Es ist gut vertrĂ€glich. Bei der Anwendung kann das Mittel kurzfristiges Brennen auf der Kopfhaut verursachen. Es ist vor allem gegen kreisrunden Haarausfall wirksam. Es wird nur Ă€ußerlich an den betroffenen Stellen angewendet. Alfatradiol reduziert den Haarausfall und fördert das Haarwachstum wieder. Gleichzeitig behandelt man damit auch leichte Formen des seborrhoischen Ekzems (Hautausschlag mit Schuppenbildung besonders auf Kopfhaut und im Gesicht).

Cortison

Gegen den kreisrunden Haarausfall und eine entzĂŒndliche VerĂ€nderung der Kopfhaut setzt man auch erfolgreich PrĂ€parate mit dem Inhaltsstoff Cortison ein. Auch eine bewusste Reiztherapie kann hier helfen.


Cystin und Vitamin B

Der Wirkstoff Cystin ist Hauptbestandteil des Haarkeratins. Die Vitamine B1 bis B5 haben ihre Funktion in der Zellteilung – demnach also auch in der Bildung neuer Haarzellen. Beide Mittel helfen gegen den diffusen Haarausfall, sie stoppen ihn und normalisieren das Haarwachstum wieder.

Biotin

Biotin-PrĂ€parate (auch Vitamin H oder Vitamin B7) zĂ€hlt zu den rezeptfreien Aufbaustoffen. Allerdings ist deren Wirksamkeit gegen den Haarausfall nur schwach wissenschaftlich belegt. Man weiß, dass Biotin sehr wichtig fĂŒr das Bilden der Hornsubstanz Keratin ist. Damit sorgt es wesentlich fĂŒr das gesunde Wachstum von Haut, Haaren und FingernĂ€geln. Hochdosiert soll es auch das Haarwachstum positiv beeinflussen. Es verbessert auf jeden Fall die HaarqualitĂ€t und seine WiderstandfĂ€higkeit beispielsweise bei dĂŒnnem und brĂŒchigem Haar. GrĂ¶ĂŸere Studien haben bislang keinen Hinweis darauf ergeben, dass es gegen Haarverlust hilft.

Wie bei anderen Produkten auch muss man eine solche Substanz dann auch leider ein Leben lang anwenden. Denn nach Absetzen der Mittel beginnt der leidige Haarausfall gleich wieder. Und man braucht Geduld. Denn erste Erfolge zeichnen sich frĂŒhestens nach zwei Monaten im Rahmen des Haar-Zyklus ab.

NaturprÀparate

Chemie hat viele Nebenwirkungen. Wer vor allem auf seine Potenz nicht verzichten will, probiert es lieber mit natĂŒrlichen Inhaltsstoffen. Der Konstanzer Endokrinologe Professor Rolf-Dieter Hesch behauptet, dass der SĂ€gepalm-Extrakt(Handelsname Talso Uno) genau so wirkt wie die Pille Propecia mit den Sex-hemmenden BeeintrĂ€chtigungen. Es hemmt die AktivitĂ€t des körpereigenen Enzyms 5-Alpha-Reduktase. Dies wandelt in den Haarwurzeln nĂ€mlich das gute Testosteron in ein schĂ€dliches DHT (Dihydrotestosteron) um. Es ist fĂŒr die Zerstörung von Haarwurzeln verantwortlich. SĂ€gepalm-Extrakt gibt es rezeptfrei in Apotheken. Man kann es aber auch diskret im Internet kaufen. Seit 30 Jahren ist dieser Naturstoff auf dem Markt und hat die angenehme Nebenwirkung, dass es die Prostata schrumpfen lĂ€sst. Mit einer Prostata-VergrĂ¶ĂŸerung hat mehr oder weniger fast jeder Mann im Alter zu kĂ€mpfen. Die Wirkung fĂŒr Haarwuchs ist jedoch bisher an mangelnden wissenschaftlichen Studien nicht einwandfrei bewiesen worden.

Das Tonikum Cimi ist in einer Studie der Dermatologischen Klinik der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum nĂ€her untersucht worden. Dabei fand man heraus, dass der enthaltene Wirkstoff Cimicifuga racemosa, ein Extrakt der Traubensilberkerze, fĂŒr den Haarwuchs verantwortlich ist. Dieser entfaltet auf der Kopfhaut eine Ă€hnliche Wirkung wie das weibliche Hormon Östrogen. Und so blockiert dann Cimi die schĂ€dliche Wirkung mĂ€nnlicher Geschlechtshormone auf die Haarwurzel. Man sprĂŒht das Tonikum aus einer Sprayflasche tĂ€glich auf die schĂŒtteren HaarflĂ€chen auf und massiert die Substanz etwa fĂŒnf Minuten lang ein. Es riecht etwas unangenehm nach Desinfektionsmittel. Nach vier Monaten kann man es auf zweimal pro Woche reduzieren. Mehr Haare wachsen deshalb aber auf der Kopfhaut nicht. Man kann den Ausfall allenfalls stoppen.

Letzter Ausweg Haartransplantation?

Wer beizeiten nichts gegen seinen vor allem erblich bedingten Haarausfall getan hat, dem bleibt oft nur die Haartransplantation. Allerdings können Personen mit Autoimmunerkrankungen und entzĂŒndlichem Haarausfall diesen Weg nicht gehen. Und es gibt wahrlich viele Autoimmunerkrankungen (rund 50!) – von der chronischen Leberinfektion ĂŒber den frĂŒhen Zucker bis hin zu chronischer Gastritis und Basedow-SchilddrĂŒsenerkrankung.

Viele glatzköpfige MĂ€nner haben ja durchaus noch einen stabilen Haarkranz oder deutliche Nackenhaarbildung und –wuchs. Diesen Umstand machen sich Ärzte zunutze, wenn sie solche vorhandenen Haare entnehmen und an kahle Stellen der Kopfhaut verpflanzen. So gesehen ist es eine relativ einfache Sache. Diese Art der Eigenhaarverpflanzung ist deswegen so erfolgreich, weil sie die so genannte Spender-Dominanz berĂŒcksichtigt. Die Haare auf der Kopfhaut sind nĂ€mlich ĂŒberwiegend ausgefallen, weil die empfindlichen Haarfollikel gegenĂŒber den schĂ€dlichen mĂ€nnlichen Hormonen (DHT) so reagiert haben. Im widerstandfĂ€higen Haarkranz besteht diese Überempfindlichkeit eben nicht. Und diese Haare behalten auch nach ihrer Verpflanzung die Unempfindlichkeit bei, sind also resistent gegen DHT. Solche Haare wachsen dann ein Leben lang weiter. So wird das Ergebnis einer Haarverpflanzung permanent. Moderne Methoden sind die Follicular Unit Transplantation und die FUE – Follicular Unit Extraction. Man setzt entweder ganze Hautstreifen mit Haaren ein oder einzelne Haare samt Haarwurzel oder kleinste HaarbĂŒschel (Grafts). WĂ€hrend die Streifen-Methode aufwendiger ist und lĂ€nger dauert sowie zunĂ€chst deutliche Operationsnarben und Dellen hinterlĂ€sst, kann der Arzt punktuelle Verpflanzungen unkompliziert quasi ambulant vornehmen. Welche Methode sinnvoll ist, hĂ€ngt von der Art des Haarausfalls ab und was man wie schnell erreichen möchte.

Der Arzt muss und wird es entscheiden. Da Haarausfall keine anerkannte Krankheit im Sinne einer Kostenerstattung, sondern mehr eine Schönheitsoperation ist, muss der Patient die Kosten fĂŒr eine Transplantation selbst tragen (rund 10.000 Euro). Deshalb preisen Anbieter im Ausland wie der TĂŒrkei „gĂŒnstige Haartransplantationen“ an. Vorsicht! Schauen Sie sich den Arzt ganz genau an: Ist der Arzt ausschließlich auf Transplantationen spezialisiert? Wie lange fĂŒhrt er schon Haartransplantationen durch? Lassen Sie sich nachprĂŒfbare Erfolge, so genannte Referenzen zeigen, die Sie auch kontaktieren können. Wie ist die Hygiene in der Praxis? Wie kann ich reklamieren, wenn der gewĂŒnschte oder versprochene Erfolg nicht erreicht wird? Habe ich also eine so genannte GewĂ€hrleistungshaftung des Arztes? Und wenn schon Ausland, dann informieren Sie sich im Internet ĂŒber Spezialisten. Über Suchmaschinen kann man im Internet mit dem Begriff „Haartransplantation TĂŒrkei“ oder „Haarverpflanzung Ausland“ viel erreichen.

Haarverpflanzung kennt man seit dem 18. Jahrhundert. Der japanische Hautarzt Okuda erfand die so genannte Durchschlagstechnik (Punch Technik) der Haarversetzung vor allem fĂŒr Brandopfer. Dabei benutzte er kleine DurchschlĂ€ge (punches), um behaarte Hautteile in andere Körperbereiche zu verpflanzen: Kopfhaut, Augenbrauen, SchnurbĂ€rte. Diese punches produzierten dann erfolgreich Haare. Okuda dachte nicht an eine Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls, zumal dieser Asiaten weniger befĂ€llt. Erst 1986 erfand der MĂŒnchener Arzt Manfred Lucas die flĂ€chendeckende Behandlung mit Mini- oder Micrografts. Ray und Angela Woods sind die Pioniere der neuesten Methode ab Ende der 1990er Jahre: Follicle Unit Extraction. Sie entnahmen dabei einzelne Haarfollikel aus gesunden, stabilen Stellen und verpflanzten sie auf die kahle Kopfhaut.

Bei der Follicular Unit Extraction gewinnt der Arzt follikularer Einheiten natĂŒrlicher Gruppierungen von ein bis vier Haaren. Nach der Entnahme werden sie zwischengelagert und fĂŒr die Verpflanzung vorbereitet. Dies ist das derzeit gĂ€ngigste und modernste Verfahren der Haarverpflanzung. Dabei muss man wissen, dass Haare nicht einzeln wachsen, sondern in BĂŒndeln. Mit einer Hohlnadel stanzt der Arzt solche Einheiten aus dem Haarkranz aus. Zwischengelagert werden die so entnommenen Teile in einer NĂ€hrlösung bis zur Implantation. Danach setzt er sie in die kahlen Stellen der Kopfhaut ein. So kann man auch andere Körperhaare verpflanzen, aber: Diese haben meistens eine andere Struktur und Farbe als Kopfhaare. Man mag sich also kaum Schamhaare auf dem Kopf vorstellen! Einziger Nachteil dieses Verfahrens ist seine lange Dauer bei der Einzelhaar-Entnahme.

Die Methoden im Einzelnen:

Punch: Man bezeichnet sie auch als Stanztechnik. Mit vier Millimeter starken Zylindern verpflanzt man winzige behaarte Hautteile.

MMG: Man entfernt Streifen – Mini- oder Micrografts (MMG) und setzt sie an kahle Stellen ein. In Deutschland ist das die heute am hĂ€ufigsten eingesetzte Methode. Man entnimmt aus dem Haarkranz einen Hautstreifen. Diesen zergliedert man dann in mittlere und kleinere Hautteile mit Haarwurzeln. Diese einzelnen Haare oder Haarinseln nennt man Mini- oder Micrografts. Sie setzt man dann in die zuvor prĂ€parierten Gebiete der Glatze ein. Eine solche Prozedur dauert drei bis neun Stunden und wird unter örtlicher BetĂ€ubung vorgenommen, wobei die meiste Zeit fĂŒr die Vorbereitung der Transplantate gebraucht wird. Der Patient sitzt dabei im Behandlungsstuhl.

FUI: Der Arzt entnimmt behaarte Hautstreifen aus dem Haarkranz. Allerdings wird dieser dann unter einem modernen hochauflösenden Mikroskop(Mantis Mikroskop)in die natĂŒrlichen BĂŒndelungen des Haares (=follikulare Einheiten) zerlegt und dann in die vorbereiteten Gebiete verpflanzt. Unter anderen Begriffen finden sich ebenfalls diese Verfahren:FUT = Follicle Unit Transplantation, FIT = Follicle Isolation Technique.

Nach der Entnahme verpflanzt der Arzt die gewonnenen Einheiten in zuvor mikrochirurgisch erzeugte EmpfĂ€ngerkanĂ€le in die haarlosen Stellen. So erreicht man auch ein natĂŒrliches Erscheinungsbild der neu verpflanzten Haare. Bei der FUI-Technik sieht man keinen Unterschied zwischen natĂŒrlichem und verpflanztem Haar. Das Verfahren ist zudem so schonend, dass fast kein Schockfallout passiert, also ein plötzliches Ausfallen der Haare. Weitere Vorteile: Man sieht keine Kopfhautdellen wie bei der Verpflanzung ganzer Streifen; eine sehr hohe Erfolgsquote ist nachgewiesen; das verpflanzte Haar zeigt ein natĂŒrliches Erscheinungsbild sowie hohe Dichte bei der Verpflanzung; schließlich erreicht man eine um 30 Prozent höhere Ausbeute gegenĂŒber anderen Verfahren bei der Graft-Anzahl durch das Verwenden von hochauflösenden Stereomikroskopen. Die Wundheilungsphase dauert nur fĂŒnf bis sieben Tage. Danach produzieren die implantierten Haarwurzeln schon wieder neue Haare, die gesund und krĂ€ftig sind. Sie können sie stylen, schneiden und waschen wie normales, natĂŒrliches Haar.

Einer der erfahrensten HaartransplantationsĂ€rzte der Welt ist Dr. Patrick Mwamba, medizinischer Direktor des von ihm gegrĂŒndeten World Hair Transplant Center (WHTC) in BrĂŒssel. Er arbeitete viele Jahre mit fĂŒhrenden Haartransplanteuren in den USA zusammen und gilt als einer der besten in der FUE Technik.

FIT und FUT sind derzeit das Maß aller Dinger – sozusagen State oft the Art – in der Haarverpflanzung beziehungsweise in der Wiederherstellung einer Haarpracht auf dem Kopf.

I-FUE: Intermitted Follicle Unit Extraction. Sie entwickelt die FUE-Methode weiter. Hierbei fĂŒhrt man die Haarverpflanzung in mehreren Entnahme- und Insertionsschritten durch. Sie wechseln sich in kurzen AbstĂ€nden ab. Bei dieser Innovation erreicht man, dass die Zwischenlagerung der einzelnen Haarfollikel außerhalb des Körpers nur sehr kurz ist. So schont man die sensiblen Implantate. Haargewinnung und Einsetzen mit einer feinen Hohlnadel bleiben bei beiden Methoden gleich.

Man setzt heutzutage Micrografts/FUE auch schon zur Rekonstruktion von Augenbrauen und Bartersatz ein, beispielsweise um Hasenscharten zu kaschieren. Selbst zum Ersatz von Schamhaaren wendet man diese Methode an und um narbigen traumatischen Haarausfall und andere Formen auf der Kopfhaut zu verdecken.

Kaschieren: Kennen Sie die Herren mit Halbglatze, die ihr schĂŒtteres Haupthaar echt lang wachsen lassen? – Warum? Sie klappen dann von der Seite ihr langes Haar ĂŒber die ganze PlĂ€te und kaschieren dann – meist mit Haarspray, um den Halt zu garantieren – ihre Glatze. Aber wehe, wenn ein Windstoß die polierte Platte aufdeckt. Aber diese Art der Kosmetik und andere (wie die PerĂŒcke) sind vielfach angewandte Methoden. Mit ihr ĂŒberbrĂŒckt man auch hĂ€ufig die Zeit bis zur Transplantation oder der Wirkung von WĂ€sserchen, Fluids und Pillen. Auch Haarteile kommen zum Einsatz, die mit wenigen Nadelstichen sogar auf der Kopfhaut befestigt werden. Aber es muss schon echt professionell gemacht werden, wenn man sie nicht schnell rein Ă€ußerlich erkennen soll. Der Nachteil von Toupets ist oft, dass man die ÜbergĂ€nge zum Haarkranz schnell erkennt und dann das Kunsthaar entlarvt. Toupets und ganze PerĂŒcken mĂŒssen im Übrigen spĂ€testens nach acht Wochen gewechselt werden. Mit der Zeit werden PerĂŒcken unansehnlich, denn auch sie brauchen Pflege. Selten gibt es solches Kunsthaar, das wie natĂŒrliche Haarpracht wirkt. Kaschieren und Kosmetik sind nicht die optimale Form gegen die Glatze. Dann sollte man lieber zu seiner Glatze stehen. Denn auch sie kann durchaus attraktive ZĂŒge haben. Manche jungen MĂ€nner stehen auf Glatze – und Frauen ĂŒbrigens auch! So verkehrt kann die Welt sein. Der eine hasst Haare, der andere leidet unter ihrem Verlust.

Wie funktioniert Haarersatz?

FrĂŒher hat man jeden Toupet-TrĂ€ger von weitem sofort erkannt. Zu einfach und ungenau waren die kĂŒnstlichen Haarteile in Geheimratsecken und Halbglatzen eingearbeitet. Doch die Entwicklung ist auch auf diesem Gebiet weiter vorangeschritten. Heute gibt es viel bessere und modernste Modelle (ContactSkin) und Methoden. Man kann auf eine 0,03 Millimeter dĂŒnne, luftdurchlĂ€ssige, kĂŒnstliche so genannte Haar-Haut ein passgenaues Ersatzteil prĂ€zise in HaarlĂŒcken einpassen. Dieses verklebt man hautvertrĂ€glich auf die Kopfhaut. Vier bis acht Wochen lang lebt man damit ganz normal weiter und kann sich sogar duschen, die Haare waschen. Danach tauscht man es aus. Geeignet ist das auch fĂŒr solche Patienten, die sich einer Haar-Kur unterziehen und deren Haare nur langsam nachwachsen. Es gibt Firmen, mit denen man ĂŒber lĂ€ngere Zeit VertrĂ€ge abschließt und dann immer den erforderlichen Austausch erhĂ€lt. So kosten Geheimratsecken zwischen 300 und 1700 Euro fĂŒr zwei Jahre und ganze Glatzenabdeckungen bis zu 3800 Euro fĂŒr zwei Jahre.

Übrigens: Wussten Sie, dass das saarlĂ€ndische Dudweiler das Mekka von Toupet-TrĂ€gern ist? Eine Firma arbeitet hier an den besten Toupets der Welt. Jeder Haarersatz ist eine Maßanfertigung nach einem zuvor erfolgten Gipsabdruck des SchĂ€dels. Danach fertigen sie ein dĂŒnnes fleischfarbenes, fast unsichtbares Kunststoffnetz. Darin flechten flinke HĂ€nde die Haare – je nach Geldbeutel aus Kunststoff, asiatischem Echthaar oder europĂ€ischem Schnitthaar. Prominenz aus Show, Politik und Wirtschaft schĂ€tzt hier vor allem die Abgeschiedenheit und somit AnonymitĂ€t. Kein Paparazzi lauert ihnen auf.

Kann man Haare nachzĂŒchten?

MĂ€nner mit erblich bedingtem Haarverlust und Glatze können vielleicht bald schon wieder so richtig glĂŒcklich werden. Denn Forscher in New York haben das bislang noch fehlende Puzzle-Teilchen gefunden, um Haare nachzĂŒchten zu können. So zĂŒchten Wissenschaftler bereits seit einiger Zeit Haut aus Stammzellen im Labor nach. Allerdings hatten sie bisher mit Haaren weniger Erfolg. Es fehlte ihnen nĂ€mlich der Anhaltspunkt, welche Reaktion aus einer Hautzelle eine Haarzelle werden lĂ€sst. Die Forscher haben das Problem nĂ€mlich genetisch untersucht. So identifizierten sie ein genetisches Boten-EiweißmolekĂŒl, das bei MĂ€usen im Labor den normalen Haarwuchs steuert. Dabei fand man heraus, dass nicht die Haarwurzelzellen, sondern die Haarwurzelscheidezellen entscheidend fĂŒr die Haarentstehung sind. Sie umringen die Haarwurzel innerhalb der Haut. So lassen also die Zellen um die Wurzel herum unsere Haare sprießen. Fehlt diesen Zellen aber der entscheidende Botenstoff, dann werden diese Zellen auch erst gar nicht gebildet, und es wachsen keine normalen Haare. So hoffen die Wissenschaftler zwar, bald Haare fĂŒr Transplantationen zĂŒchten zu können, aber sie wissen auch, dass die ZusammenhĂ€nge sehr kompliziert sind.

Weitere Chancen gegen Haarverlust

Immuntherapie: Zwei weitere AnsĂ€tze gegen den Haarausfall seien hier der VollstĂ€ndigkeit halber erwĂ€hnt: Man schwĂ€cht das eigene Immunsystem so weit, dass es die Haare einfach nicht mehr angreift. Die Gefahr dabei ist jedoch, dass man sich dann auch schneller Krankheiten wie Grippe einfĂ€ngt, weil der Körper einfach insgesamt keine Abwehr mehr zeigt. Die bessere Methode ist es, dem Immunsystem durch medikamentöse Reize beizubringen, die Haare nicht mehr anzugreifen und abzustoßen.

Topische Immuntherapie: Sie ist nur gegen den kreisrunden Haarausfall einsetzbar. Man erreicht mit ihr Erfolgsquoten von rund 50 Prozent. Man bildet mit einer zweiprozentigen DCP-Lösung (Diphenylcyclopropenon) an den bereits kahlen Kopfhautstellen ein Ekzem. Wöchentlich trĂ€gt man eine verdĂŒnnte DCP-Lösung auf, bis nach einigen Monaten selbst bei schweren Formen des Haarausfalls wieder Haare sprießen. Man vermutet dabei folgenden Wirkmechanismus: Das Immunsystem konzentriert sich auf den Kampf gegen das Kontaktallergen und schĂŒtzt so unfreiwillig die Haarfollikel. Wissenschaftler nennen das eine so genannte Allergenkonkurrenz. Es ist eine der wirkungsvollsten Methoden gegen den kreisrunden Haarausfall, hat aber auch Nebenwirkungen. Wie bei einer Nickelallergie können Hautrötungen und ein Juckreiz auftreten. Manchmal schwellen auch Lymphknoten im Nacken an. Und der Patient muss mit einer langen Behandlungsdauer von ĂŒber einem Jahr rechnen.

Gentherapie: US-Forscher sind dem erblich bedingten Haarausfall mit Hilfe einer Gentherapie einen Schritt weiter auf die Schliche gekommen. Sie haben nĂ€mlich die Funktion eines Proteins aufgeklĂ€rt. Dieses basiert nĂ€mlich auf einem defekten Gen mit Namen „hairless“. Bei betroffenen Patienten fĂŒhrt es zum kompletten Verlust aller Haare nach der Geburt. Außerdem leiden viele von ihnen unter einer starken Faltenbildung. Das so genannte „hairless-Protein“ ist fĂŒr diese außergewöhnliche Form des Haarausfalls verantwortlich. Es steuert nĂ€mlich ĂŒber ein Protein das Gleichgewicht von Haarwachstum und Haarausfall. Wenn das Haarausfall-Gen jedoch mutiert, kann sich das Gleichgewicht in Richtung Haarausfall verschieben. Das hat dann eine endgĂŒltige Glatze zur Folge. Die Forscher implantierten den haarlosen Ratten nun ein unmutiertes Haarausfall-Gen, und siehe da: In den Tests wuchsen die Haare wieder nach. Dieses hairless-Protein arbeitet mit Rezeptoren fĂŒr das SchilddrĂŒsenhormon zusammen. Nun wollen die Wissenschaftler die komplexen Folgen dieses Zusammenhangs und der Zusammenarbeit zwischen beiden Hormonen entschlĂŒsseln. Sie hoffen dabei, aus dieser Entdeckung heraus auch SchlĂŒsse auf andere und weitere Formen des Haarausfalls ziehen zu können. Noch ist es Zukunftsmusik. Aber möglicherweise wird schon bald der Haarausfall genetisch entschlĂŒsselt, und man könnte dann wirkungsvoll dagegen eingreifen. Allerdings ist die Genmutation leider nur eine von vielen Ursachen fĂŒr den Haarausfall.

Laser-Therapie: Die Blutzirkulation in der Kopfhaut sowie der Stoffwechsel in den Zellen können mittels einer Laser-Therapie angeregt werden – und damit auch wieder der Haarwuchs. Man nutzt gezielt den Laser und setzt ihn punktuell an den betroffenen Stellen ein, stimuliert so das Haarwachstum wieder.

Mechanische GerĂ€te/Internet: Neben anderen GerĂ€ten gibt es eine so genannte Laser-BĂŒrste, mit der man seine Kopfhaut mithilfe einer bestimmten Lichttechnik bĂŒrstet und stimuliert. Auch so kann man das Haarwachstum wieder anregen, also die bisher ausgefallenen Follikel wieder reaktivieren. Aber wie immer sind auch hier schwarze Schafe unterwegs, die die Not der Menschen ausnutzen. Achten Sie darauf, dass Sie nur QualitĂ€t erwerben. Das CE-GĂŒtesiegel ist ein solches Merkmal. Schauen Sie nach Empfehlungen von Spezialisten, vielleicht im Internet. Foren und Blogs im Internet zum Thema sind nĂŒtzliche Hilfestellungen. Nur wenn eine Geld-zurĂŒck-Garantie mit angeboten wird, dĂŒrfen Sie Vertrauen zum angebotenen Produkt haben. Sie sollten auf jeden Fall nicht den Selbstversuch starten. Sprechen Sie erst mit Ihrem Arzt darĂŒber. NatĂŒrlich können Sie auch weitere Informationen ĂŒbers Internet einholen, ihr spezielles Problem in Foren und Blogs zur Diskussion stellen und von den Problemen anderer lernen: Wie haben die ihr Haarproblem gelöst? So können Sie weitere LösungsansĂ€tze finden. Was andere erfolgreich gelöst haben, kann auch Ansatz zur Lösung Ihres Problems sein.

Zehn wichtige Haarpflegetipps

Man kann zwar insbesondere den erblich und altersmĂ€ĂŸig bedingten Haarausfall durch gute Pflege der Haare nicht aufhalten. Ein behutsamer, sorgfĂ€ltiger Umgang mit den eigenen Haaren beschleunigt ihn aber nicht auch zusĂ€tzlich noch unnötig. Gute Pflege kann zum Erhalt der Haare mit beitragen. Denn sie sorgt fĂŒr stabiles, widerstandsfĂ€higes und strukturstarkes Haar. Deshalb hier ein paar grundsĂ€tzliche Pflegetipps, die Sie beachten sollten:

  1. Verwenden Sie ein Shampoo mit hautneutralem pH-Wert von 5,5. Das Mittel sollte individuell auf Ihren Hauttyp abgestimmt sein. Zur Not gehen Sie zur Typberatung. Sie mĂŒssen nicht notwendigerweise auf ein teures PrĂ€parat zurĂŒckgreifen. DĂŒfte, ParfĂŒmöle sowie andere Hilfsstoffe haben in einem Shampoo nichts zu suchen und sind absolut ĂŒberflĂŒssig.

  1. Viel hilft, viel ist grundverkehrt. Nehmen Sie kleine Mengen Shampoo und reiben Sie diese mit kreisenden Bewegungen in die Kopfhaut ein. Etwas Zeit sollten Sie sich also fĂŒr das Haarwaschen schon nehmen – mindestens zwei Minuten, weil erst danach Wirkstoffe an die Haarwurzel gelangen. ÜberflĂŒssig große Mengen Shampoo belasten eher die Kopfhaut. Und dann sollten Sie den so eingeschĂ€umten Kopf grĂŒndlich wieder ausspĂŒlen.

  1. Auch der heiße Föhn nach der KopfwĂ€sche ist nicht unbedingt die schonendste Art, sein Haar zu trocknen. Am besten und unempfindlichsten trocknen Sie es an der Luft. Schaffen Sie das aus zeitlichen GrĂŒnden nicht, dann streifen Sie ein trockenes Handtuch (bei sehr ĂŒppigem und feuchtem Haar mĂŒssen Sie mehrere HandtĂŒcher einsetzen) ĂŒber die nassen Haare behutsam nach unten. Sie können es auch einfach durch sanftes AufdrĂŒcken aufs Haar versuchen. Rubbeln Sie nie das Handtuch durch die feuchten Haare, denn das fĂŒhrt nur dazu, dass Sie weitere Haare aus der Kopfhaut reißen. Außerdem zerstören Sie so die Struktur Ihrer Haare. Wenn Sie dennoch in Eile sind und den Föhn benutzen wollen, dann halten Sie genĂŒgend Abstand zwischen Haar und Föhn. Nur bei mittlerer oder niedriger Temperatur föhnen!

  1. Es ist ein Irrtum, dass tĂ€gliches Waschen der Haare zu Haarausfall fĂŒhrt. Waschen Sie ruhig Ihre Haare öfter, aber pflegeleicht, also mit milden Shampoos und vorsichtig. Nehmen Sie sich Zeit dafĂŒr, nicht in ein paar Sekunden unter der Dusche als tĂ€gliches Pflichtprogramm. HĂ€ufiges und regelmĂ€ĂŸiges Waschen spĂŒlt auch Talg und Schmutz aus den Haaren, was wiederum zu einer besseren Durchblutung der Kopfhaut beitrĂ€gt – und damit dem Haarwachstum förderlich ist.

  1. um Thema KĂ€mmen: Verzichten Sie unbedingt auf DrahtbĂŒrsten. Sie reizen die Kopfhaut unnötig. Am besten sind grobe BĂŒrsten mit abgerundeten Noppen am Ende. Solche groben BĂŒrsten können zwar Metallstiele enthalten, mĂŒssen aber unbedingt am Ende abgerundete Kunststoffnoppen haben. Sie können Ihre Haare auch mit einem groben Kunststoffkamm kĂ€mmen.

  1. Vermeiden Sie unbedingt ziehende Belastungen des Haares, etwa durch einen strammen Zopf oder durch allgemeines Ziehen, durch aufliegende Lasten (Helm). Wenn Sie durch einen Sturm marschieren, schĂŒtzen Sie Ihr Haar durch eine sanfte Kopfbedeckung.

  1. Setzen Sie Ihr Haar nicht stĂ€ndig einer offenen, intensiven Sonnenbestrahlung aus. Bei Surfern zum Beispiel, sieht man hĂ€ufig ausgebleichtes, brĂŒchiges Haar.

  1. FĂ€rben Sie nicht zu oft Ihr Haar. FĂ€rbemittel enthalten aggressive Chemikalien, die Ihrem Haar auf Dauer schaden. Wenn schon FĂ€rbung, dann sprechen Sie mit einem Fachmann ĂŒber schonende Verfahren.

  1. Auch Chlor im Schwimmbad setzt dem Haar zu. Verwenden Sie dann eine Badekappe, um Ihr Haar zu schĂŒtzen.

  1. LĂ€stige Schuppenbildung auf der Kopfhaut sollten Sie mit medizinischen, sanften, natĂŒrlichen Mitteln bekĂ€mpfen. Ihr Dermatologe wird Ihnen dafĂŒr das Richtige empfehlen. Es ist schon wichtig, Schuppen nicht einfach Schuppen sein zu lassen. Ganz abgesehen davon, dass siegerade auf dunkler Kleidung unansehnlich sind.

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